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Kruspis

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Urkundliche Erstnennung als „Chrispin“ im Jahre 1216. Der Name ändert sich später in „Cruspan“ (1302), „Cruspis“ (1494), „Crauspers“ (1534). Im 9. Jahrhundert errichteten Mönche aus Hersfeld unter Mithilfe der Herren von Romrod hier ein Kloster.

 

Es war ein Nonnenkloster, dessen Bestand nicht urkundlich festgehalten ist. Im Jahre 1483 wird die Pfarrkirche erwähnt, die auf den Grundmauern des ehemaligen Klosters erbaut wurde. Zur Pfarrkirche gehörten die ehemaligen Gemeinden Holzheim und Stärklos. Alte Kirchendokumente besagen, dass die Pfarrkirche von 1636 bis 1654 infolge der Verwüstungen des 30-jährigen Krieges und der zu geringen Einwohnerzahl nicht benutzt wurde.

 

Der Sage nach überlebte in Kruspis nur eine alte Frau den 30-jährigen Krieg. Sie hielt sich in einer Waldschlucht versteckt, die heute noch den Namen „Ellergraben“, der dort entspringende Bach den Namen „Ellerbach“ führt.

 

In unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche befand sich die Schule, die auch als Küstereischule bezeichnet wurde, weil der jeweilige Lehrer die Kirchenorgel zu spielen und Lesegottesdienste zu halten hatte. 1835 wurde die Schule erbaut, bis 1890 wurden die Kinder der Gemeinden Kruspis, Holzheim und Stärklos unterrichtet. 1889 gingen 170 Schüler zur Schule. 1963 wurde das alte Pfarrhaus abgebrochen, das Kirchspiel Kruspis wurde dem Kirchspiel Neukirchen eingegliedert.

 

1968 wurde das Dorfgemeinschaftshaus errichtet, Kruspis hat heute 93 Einwohner.