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Odensachsen

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Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1003 im sogenannten Wildbannverleih „Eherinforst“ durch König Heinrich den II. zugunsten des Klosters Hersfeld.

 

Die nächste urkundliche Erwähnung erscheint in einer Urkunde des Klosters Frauenberg bei Fulda im 13. Jahrhundert. Im 14. und 15. Jahrhundert ist ein Adelsgeschlecht von „Otensassen“ in verschiedenen Urkunden des Klosters Fulda erwähnt. Die Kirche ist ein Barockbau, dessen hölzernes Tonnengewölbe von einem Schenklengsfelder Künstler ausgemalt wurde. Auf der Ostseite des Kirchturmes befindet sich ein etwas hellerer Sandstein mit einem größeren Loch in der Mitte, das von sechs kleineren Vertiefungen umgeben ist. Davon erzählt man sich die kleine Geschichte, dass es im Haunegrund früher Leute gab, die des nachts mit geschwärztem Gesicht und der Flinte unter dem Rock in die Wälder hinaus zogen, um ein Stück Wild zu schießen. Als der Regierung die Sache zu bunt wurde, beschloss sie, dem nächtlichen Treiben ein Ende zu bereiten und verlegte eine Abteilung Bückeburgischer Jäger in den Haunegrund. Auch Odensachsen bekam Einquartierungen, unter der sich ein ganz vorzüglicher Schütze befand. Dieser wollte, um sich vor den Wilderern Respekt zu verschaffen, eine Probe seiner Kunst zeigen. Er benutzte den weithin sichtbaren helleren Sandstein am Kirchturm als Scheibe und setzte um die große Vertiefung in der Mitte, die wohl beim Bau des Turmes dem Gerüsthaken Halt gegeben hatte, freihändig schießend sechs Kugeln herum. Ob diese Kunstfertigkeit die Wildschützen eingeschüchtert hat, darüber ist nichts bekannt geworden. Odensachsen erhielt in den 70er Jahren ein Dorfgemeinschaftshaus und hat heute 181 Einwohner.